Carla Gabriel
Carla Gabriel

         Neues aus der Autorenwerkstatt

Der zweite Teil der Cira-Erzählung ist nun endlich fertig.

Und er wird - aufgrund des ersten VerlagsIrrtums - dieses Mal in einer Druckerei hier vor Ort hergestellt. Warum in die Ferne schweifen....

Schon mal vorab ein herzliches Danke an die Druckerei, deren Namen ich später natürlich auch nennen werde.

Das Buch ist dann über mich zu bestellen und auch zu erhalten - ohne Porto und Verpackung - wenn Sie so wollen. Sogar handsigniert von mir persönlich bei der Übergabe.

 

Bleiben Sie schön neugierig und aufgeregt.

 

Ihre Carla Gabriel

 

 

                                              NOCH EIN NEUES BUCH ......

 

ist aber auch in Arbeit. Es ist ein Kinder- und Familienbuch, von dem ich hier gern einen kleinen Vorgeschmack geben möchte:

 

Die Vögel zwitscherten in den Bäumen, Schmetterlinge belebten die bunte Sommerwiese im Garten von Peterle und Nicki und deren Eltern.

Naja, eigentlich hießen die beiden Kinder ja Peter und Nicole. Aber wer sagte das schon. Ihre Eltern riefen sie von Anfang an nur Peterle und Nicki. Und sie waren bestimmt die glücklichsten Kinder auf der ganzen Welt – sagte Peterle jedenfalls immer und Nicki bestätigte das mit einem ganz energischen Kopfnicken.

Die Mutter hatte auf der Wiese, inmitten von Gänseblümchen, Kuschellen und Huflattich eine Decke ausgebreitet und die kleine Nicki draufgesetzt. Nicki war gerade mal 5 Jahre alt und Peterle fühlte sich mit seinen 6 einhalb Jahren schon richtig als der große Bruder, der doch der Beschützer der kleinen Schwester einfach sein mußte. Ständig war er an Nickis Seite und behütete sie, wie seinen Augapfel. Die Eltern beobachteten es sehr wohlwollend und wußten mit der Zeit, daß sie sich auf ihr Peterle voll und ganz verlassen konnten.

Es war eine wunderbare Geschwisterliebe, die sich hier immer mehr vertiefend entwickelte. Und Peterle brachte Nicki viele Dinge bei, die er schon gelernt hatte. Und er freute sich darauf, daß es bald noch mehr werden würde, denn bald käme er ja in die Schule. Einerseits freute er sich riesig darauf, andererseits bereitete es ihm Kummer, weil er dann ja wenigstens einen halben Tag nicht bei Nicki sein und auf sie aufpassen könne.

Leider erinnerte ihn schon lange nichts mehr an die Zeit vor seinem dritten Lebensjahr, als er noch mit den Tieren und den Feen und den Blumenelfen sprechen und sie verstehen konnte. Und so war er am Nachdenken, wie er Nicki beschützen kann, wenn er nicht da ist. Aber noch viel ihm dazu einfach nichts ein. Es war so schwierig. Trotzdem verlor er den Mut nicht. Bis jetzt war ihm immer sein Schutzengel Asmodiel zur Hilfe gekommen. Und wenn es dann soweit ist, wird er ihn rufen und fragen und um Hilfe bitten. Peterle hatte das schon öfters getan, wenn er nicht weiter wußte. Aber er spürte seinen Schutzengel auch, wenn er mal traurig war oder in Gefahr. Und das beruhigte ihn sehr.

 

Jetzt aber wollte er Nicki erst einmal etwas zum Lachen bringen. Er machte Purzelbäume auf der Decke vor ihr, zog Grimmassen und versuchte sich im Singen. Das klang aber so furchtbar, daß Nicki entsetzt rief: „Peterle, bitte hör ganz schnell auf zu singen, du kannst doch gar nicht singen. Das hört sich ja grausam an!“

Peterle schaute sie traurig an, zuckte mit den Schultern und meinte: „Ich kann ja auch nicht alles können! Singe du doch.“ Und da fing Nicki auch gleich an: „ Hänschen klein, ging allein, in die weite Welt hinein …..“

Peterle bewunderte immer wieder ihre schöne Stimme. Und so setzte er sich auf die Decke zu ihr und hörte einfach nur zu. Seine Augen streiften über die bunte Sommerwiese und folgten einem wunderschönen Schmetterling, bis sich dieser auf Peterles großen Zeh setzte. Er wollte Nicki auf ihn aufmerksam machen, doch traute er sich nicht, ihren Gesang zu unterbrechen. Als er sie anschaute, sah er, daß ihre Augen bereits den Schmetterling entdeckt hatten und es sah aus, als würde sie diesem kleinen bunten Falter nun ganz inbrünstig die letzte Strophe widmen. Peterle strahlte über das ganze Gesicht. Schön, wie Nicki auch mit der Natur verbunden war. Er spürte schon lange intuitiv, daß immer weniger Menschen das noch konnten. Dann erfüllte immer Traurigkeit sein Herz. Er liebte die Natur, die Tiere, die Bäume und Blumen – einfach alles und über alles.

„Peterle komm bitte. Beeile dich doch. Wir müssen noch einmal ins Holz fahren. Der Winter wird sicher hart werden. Schau, wie zeitig und reif schon die Eicheln vom Baum fallen. Also komm bitte“, holte ihn der Vater aus seinen Gedanken. Eilig folgte er dem Ruf und setzte sich zu seinem Vater auf den Kutschbock. Sein Vater zog nur kurz am Zügel und schon setzte sich der Braune in Bewegung. Peterle war gern mit dem Vater im Wald. Wenn sie beide allein waren, dann hatte er ja sooooo viele Fragen. Und mit unendlicher Geduld beantwortete sein Vater ihm Alle so gut er es vermochte. Und nichts von all dem vergaß Peterle. Sein Vater war sehr stolz auf ihn. Er hatte einmal unverhofft ein Gespräch zwischen seinen Eltern gehört, nach so einer Waldtour. Da hatte der Vater zur Mutter gesagt: „Weißt du, wenn unser Peterle so weiter macht, das wird mal ein ganz Gescheiter. Ich bin richtig stolz auf ihn.“ „Ja, ich bin es auch, wenn ich schon allein immer seh, wie sehr er sich um die kleine Nicki bemüht. Und das beruhigt mich sehr, wissen wir doch nicht, wie lang ich noch alles pack.“, antwortete die Mutter ihm.

 

Als Peterle das hörte, durchzuckte es ihn, daß es weh tat. Aber......................